Energetische Berechnungen für Gebäude

iSFP — Der Sanierungsfahrplan

Der individelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein Förderinstrument des Bundes für Wohngebäude, dass ins Leben gerufen wurde, um informierte Entscheidungen für Sanierungsmaßnahmen mit barem Geld zu belohnen und Fehlinvestitionen zu verhindern.

Ohne eine unabhängige Bewertung des Gebäudes führen Verkaufsinteressen und unvollständige oder falsche Informationen aus den Medien oft zu teuren oder ineffizienten Baumaßnahmen. Da eine solche Bewertung logischerweise Geld kostet, wird der Sanierungsfahrplan selbst gefördert und belohnt die Umsetzung von förderfähigen Maßnahmen mit einem Bonus im Fördersatz.

Faktencheck

Woraus besteht der iSFP?

  1. Vorgespräch: Was sind Ihre Ziele, welche Pläne und Informationen liegen vor?

  2. Vor-Ort-Begehung: Gemeinsame Besichtigung und Dokumentation

  3. Berichte: Eine Übersicht und die detailliertere Umsetzungshilfe

  4. Erläuterungstermin: Besprechung der Empfehlungen, Beantwortung von Fragen und Planung der nächsten Schritte

Auf Basis des dabei erstellten Gebäudemodells kann außerdem schnell ein Energieausweis auf Bedarfs- oder Verbrauchsbasis ausgestellt werden.

Was macht der iSFP?

  • Individuell informieren: Stellt für jedes Bauteil in seinem aktuellen Zustand dar, wie es förderfähig energetisch ertüchtigt werden könnte. Der zukünftige Verbrauch wird anhand von Ihren aktuellen Verbrauchswerten abgeleitet.

  • Fundiert empfehlen: Die Reihenfolge und Art der Ausführung werden auf Basis einer Vor-Ort-Begeheung dem Gebäude und den Kundenwünsche entsprechend entworfen und in sinnvolle Maßnahmenpakete geschnürt.

  • Geld sparen: Vor der Beauftragung wird abgeschätzt, ob sich der iSFP für die Umsetzung der angepeilten Maßnahmen rechnen wird.

Was macht der iSFP nicht?

  • Alles kann, nichts muss: Keine der aufgeführten Maßnahmen muss durchgeführt werden. Auch Reihenfolge und Ausführungsdetails stehen natürlich weiterhin frei.

  • Detailplanung ersetzen: Im iSFP werden Informationen wie Dämmstärken, Standards und Ausführungshinweise, angepasst an das Gebäude, genannt, die den benötigten Aufwand darstellen und als Basis für Gespräche mit Fachunternehmern genutzt werden können. Er enthält keine Detailzeichnungen, Herstellerinformationen oder bauphysikalischen Simulationen.

Glanz und Kritik: Wofür ist er gut, wofür taugt er nicht?

Der Sanierungsfahrplan wird hin und wieder scherzhaft der „allgemeine“ Sanierungsfahrplan zu sein, da auf den ersten Blick am Ende für jedes Einfamilienhaus eine Komplettsanierung für 200.000€ auf dem Übersichtsblatt steht.

Wer den Bericht allerdings aufschlägt, findet darin die spezifischen Eigenheiten seines Gebäudes, konkrete und an die Bausubstanz angepasste Maßnahmen und die besprochenen Fragen beantwortet vor. Zusätzlich können in Vorgespräch, bei der Begehung und der Erläuterungsberechung im persönlichen Gespräch Ideen ausgetauscht, Unklarheiten ausgeräumt und Varianten besprochen werden.

Wer sich umfangreich und fundiert zu seinen Möglichkeiten informieren möchte und mehr vorhat, als nur die Haustür zu ersetzen, wird mit einem umfassenden Verständnis zu seinem Gebäude, offizieller Dokumentation und dem Ausblick auf einen besseren Baustandard für weniger Investition belohnt.

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